Foreigner? Die gibt es noch? Wenn man ehrlich ist: nein!
Foreigner anno 2026 sind eine reine Tributband. Niemand, der in Gelsenkirchen oder auch sonstwo in diesen Zeiten in der Band Foreigner spielt, hat auch nur eine Note, ein Wort für einen Song Foreigner eingebracht. Das Einzige, was diese Band von einer beliebigen Foreigner Coverband unterscheidet, ist der Umstand, dass bis vor einigen Jahren Gründungsmitglied Mick Jones noch mit auf der Bühne stand. Das ist aber halt ein paar Jahre her und Geschichte.
Kurios: am seitlichen Bühnenrand zählt ein Countdown von 90 Minuten runter. Ein Foreigner Konzert ist minutiös durchgeplant. Noch kurioser wurde es, als mir auffiel, dass nach bereits 50 Minuten 9 der 13 Songs der Setlist gespielt waren. Da blieb also noch reichlich Zeit, und zwar genau 40 Minuten, um die restlichen 4 Songs in extrem ausgedehnter Form zu performen. Und der Band war’s dann auch nicht zu peinlich, dass wirklich so durchzuziehen. 4 Songs, 40 Minuten. Sagen wir mal so: Das Konzert hatte in zweiten Hälfte so manche Länge. Nun standen Foreigner auch auf meiner „bucket list“, weil ich zwei Foreigner Alben im Regal habe, aber sehen muss ich die Band im Leben nicht mehr.
Der bebilderte Konzertbericht befindet sich im kommenden ROCKS Magazin.
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